Jazzfest Berlin – Wendy Eisenberg
| Beginn: | 22:30 |
| Einlass: | 21:00 |
| Vorverkauf: | ab 19€€ (zzgl. Gebühr) |
Jazzfest Berlin – Wendy Eisenberg
Europapremiere
Wendy Eisenberg veröffentlicht seit über einem Jahrzehnt Musik, die sich gängigen Kategorien entzieht. Als ungemein vielseitige*r Gitarrist*in nimmt Eisenberg es mit einer Vielzahl von miteinander verschlungenen Traditionen auf: Freie Improvisation trifft auf Post-Bop, Art-Rock und mehr. Anstatt nebeneinander zu existieren, vereinen sich diese Einflüsse zu einer eindrucksvollen ästhetischen Bandbreite. Kurzum: Eisenberg ist keinem bestimmten Genre verpflichtet, sondern macht Musik. Und das wird auch beim Europadebüt des Wendy Eisenberg Quartets zu hören sein.
Im Anschluss: Jam-Session #1 mit Musiker*innen aus dem Programm des Jazzfest Berlin 23:45 | Quasimodo
Wendy Eisenberg weigert sich, die Einschränkungen der Musikindustrie zu akzeptieren – und hat doch oder gerade deshalb als Sänger*in, Gitarrist*in, Komponist*in und Improvisationsmusiker*in von New York aus eine internationale Karriere aufbauen können. Eisenberg verpflichtet sich dabei nicht etwa einem bestimmten Genre, sondern der Musik an sich. Ob solo, an der Seite von Musiker*innen wie Ches Smith, David Grubbs und Caroline Davis oder als Mitglied des Bill Orcutt Guitar Quartets – Eisenberg bewegt sich unbekümmert zwischen freier Improvisation, Prog-Rock-Aggressivität, Fingerstyle-Picking, Post-Bop, Indie-Rock und klassischen Singer-Songwriter-Elementen. Manchmal ist ein bestimmtes Projekt einer gesonderten Facette gewidmet, in anderen Kontexten kombiniert Eisenberg unterschiedliche Elemente miteinander.
Anfang dieses Jahres erschien das Album Wendy Eisenberg, welches das Songwriting in den Mittelpunkt stellt. Nachdenkliche und bisweilen von bohrenden Fragen geleitete Lyrics werden darauf in ebenso elegante wie harmonisch anspruchsvolle und melodisch ausgefeilte Formen eingebettet. Beim ersten Hören klingt das nach Popmusik, ab dem zweiten Durchlauf offenbaren die zehn Stücke aber ihre Komplexität. Bei der Europapremiere des Albums wird Eisenberg von Schlagzeuger Ryan Sawyer, der bereits als Mitglied von Ensembles unter der Leitung von Nate Wooley beim Jazzfest Berlin aufgetreten ist, der auch unter dem Pseudonym more eaze aktiven Geigerin und Pedal-Steel-Virtuosin Mari Rubio sowie, speziell für diesen Auftritt, dem Bassisten Nick Dunston begleitet. Das Album strahlt eine betörende Heiterkeit aus, seine melodiösen Stücke sind voller überraschender Wendungen. Einige Songs greifen klassische Honky-Tonk-Formen auf, andere spielen auf den versierten Sound des Laurel-Canyon-Pop an. Jazz liefert dabei die Grundierung, auf der Eisenbergs sanfte Stimme die kreuz- und querlaufenden Melodien mit unfehlbarer tonaler Präzision ins Klangbild zeichnet.
Line-up
Wendy Eisenberg – Gitarre, Stimme
Mari Rubio – Violine
Nick Dunston – Kontrabass
Ryan Sawyer – Schlagzeug